Die Tiere

Das Wildschwein

Der Vorfahre unseres Hausschweines ist in unseren Waldgebieten stark verbreitet. Er ist ein Allesfresser: Kleintiere, Eicheln, Buchecker, Gräser, Insekten... gehören zum Speiseplan. Er lebt in dichtem Gebüsch und Gestrüpp. Die männlichen Tiere (Keiler) wiegen bis zu 160 Kilo. Die unteren Schneidezähne (Stoßzähne) und oberen Schneidezähne können als äußerst gefährliche Waffen eingesetzt werden.

Der Körper ist mit sogenannten Borsten besetzt. In der Paarungszeit von November bis Januar liefern die Keiler sich wütende Kämpfe aus. Die Sau wirft im März-April drei bis zehn Frischlinge. Sie versteckt ihre Jungen im Gebüsch und Dickicht, um sie vor den Artgenossen zu schützen, und kann zu ihrer Verteidigung sehr aggressiv werden. Die Frischlinge säugen 4 Monate, lernen jedoch im Alter von 15 Tagen, wie man den Boden mit dem Rüssel pflügt. Das Fell der Frischlinge weist klare, dunkle Streifen auf. Im Alter von 6 Monaten wird das Fell einheitlich, nämlich vollkommen rot.

Nach einem Jahr wird das Fell schwarz. Das Tier lebt in Gruppen, in "Rotten", die oftmals von einer Sau geleitet werden. Der alte Keiler lebt allgemein allein. Das kaum sesshafte Wildschwein legt tagsüber und nachts auf der Suche nach Nahrung weite Strecken zurück. Es kann zahlreiche Schäden an Pflanzungen hervorrufen. Auf den Hügeln von Boine sieht der Boden wie ein Acker aus. Das ist das Werk der Hufe und Rüssel, die den Boden durchsuchen. Bei Ihrem Besuch können Sie auch eine Suhle (einen großen Schlammteich) sehen, in dem die Wildschweine sich von Parasiten befreien und sich erfrischen.

Das Wildschwein ist außerordentlich stark und wendig. Sein Geruchssinn ist sehr entwickelt, während seine Augen schlecht sind. Die Vermehrung dieser Tierrasse und der Umfang der Ernteschäden, die sie anrichten, erfordern eine strenge Überwachung der Aufenthaltsorte und der Zahl der Tiere.